Monteverde Engage – Tintenroller einmal ganz anders


 

Heute kam der neue Engage Tintenroller von Monteverde an. Diesen gibt es in zwei Varianten (mit Stylus Touch Pen an der Kappe oder ohne) und in zwei Farbvarianten: ganz schwarz oder in Rotgold. Ich möchte hier die schwarze Variante vorführen; die rotgoldene kann hier in unserem Shop betrachengagetet werden.

Der Stift wird in der von Monteverde bekannten und sehr aufwendigen Geschenkverpackung geliefert. Unter dem Stift befindet sich ein Fach, in dem die Anleitung, Garantie, Tintenpatronen und zweitem Konverter. Wieso zweiter Konverter? Da kommen wir gleich zu der Besonderheit dieses Tintenrollers: er funktioniert nur Lieferumfangmit Füllhaltertinte! Eine Idee, die ich aus ökologischen Gründen mag. Da Tintenrollerminen der herkömmlichen Art recht teuer sind und nur wenig ergiebig sind, ist der Schreibkomfort recht teuer. Die klassischen Ink Roller sind da doch eine Alternative, die ich gerne mag. Auch weil man dann sicher sein kann, wenn man mit entsprechender blauer Tinte schreibt, diese dann auch im Schulgebrauch weggekillert werden kann.

black_carbon_ssAber der Engage hat noch eine zweite Besonderheit aufzuweisen: er funktioniert über Knopfdruck und ist somit der erste für mich bekannte Ink Roller ohne Kappe. Wenn man ihn in die Hand nimmt, hat mein ein recht grosses und ein wenig schweres Schreibgerät in der Hand. Mit 13mm ist er nicht gerade dünn, aber er fühlt sicheinmal zerlegt angenehm ausbalanciert an. Schraubt man ihn auf, so ist der grosse Tintenkonverter sofort zu sehen, der auf der Kugel sitzt. Diesen kann man ersetzten durch den mitgelieferten Tintenpatronenkonverter. Das Gewinde ist recht fein gearbeitet, so dass schon mehrere Umdrehungen nötig sind, um den Stift zu öffnen bzw. zu schliessen. Füllt man den Konverter nicht direkt sondern mit der aufgesetzten Spitze, so merkt man sofort, den Unterschied zu einem Füllhalter: man benötigt schon zwei drei Versuche, bis der Konverter voll ist. Daher lieber nur den Konverter direkt befüllen.

Wie schreibt sich eigentlich der Engage? Sehr angenehm. Mir wurde der Stift bei meinen Proben von allen Familienmitgliedern aus der Hand gerissen und jeder wollte ihn gleich behalten. Er schreibt sehr weich. Die Kugelspitze ist von guter Qualität und ein Kratzen, wie es bei sehr simplen Ink Rollern auftauchen kann, ist überhaupt nicht zu spüren. Natürlich kann der Engage hervorragend in alle Richtungen zeichnen, wie man es von einem Tintenroller erwartet. Er reagiert auf Druck und zeichnet dann einen stärkeren Strich, während er bei vorsichtigem übeSchriftprober das Papier gleiten lassen den Strich fast auf ein Drittel verringert. Aber er kann auch noch mehr: er ist kappenloser Tintenroller und Monteverde verspricht, dass die Verdunstung auch bei geöffnetem Stift sehr gering ist. Ich habe ihn einfach mal für 48 Stunden liegen gelassen und er schrieb sofort an. Ganz flüssig war es das Anschreiben nicht: er schrieb wie gesagt sofort an, brauchte dann aber auf den nächsten 2 bis 3 cm ein wenig und zeichnete einen etwas dünneren Strich, bevor er dann wieder ganz weich weiter schrieb.

Für wen würde ich dieses Schreibgerät empfehlen? Der Carbonlook und die gewisse Schwere zeichnen es schon eher als ein Schreibgerät für technisch begeisterte Menschen aus. Spätestens mit der Styluskappe, die ich hier nicht weiter getestet habe, ist es ein Allroundschreibgerät für jemanden, er außer Notizzetteln und einem Tablet nichts mehr mitnimmt. Er zeichnet genauso gut, wie er schreibt. Und er ist natürlich als Tintenroller immer eine gute Alternative für Linkshänder, obwohl man auch hier überlegen muss, wie schnell die Tinte wischfest sein muss. Schliesslich ist es normale, sehr feuchte Tinte und nicht weiter eingedicktere Tinte wie in bekannten Tintenrollerminen….

Der Preis ist nicht gerade als günstig anzusehen. 95 € für die normale Version und 110 € für die Stylus-Version sind schon eine gewisse Preismarke. Aber das Schreibgerät ist sehr hochwertig verarbeitet und der Carbonlook lassen den Engage hier ähnlich hochwertig erscheinen, wie ich es bislang nur vom Tombow Zoom 101 Carbon oder vom Caran d’Ache Carbon kenne. Monteverde ist da eine der wenigen Marken, die dieses hochwertige und leider auch teure Material so verarbeiten, dass es Stil hat. Die Druckmechanik lassen es jedenfalls zu einem Schreibgerät werden, dass man gerne und immer dabei hat.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *